Nichtstun

Gewohnheit 4/10

Nichtstun: verlorene Zeit oder Stufe zum Erfolg?

Nichtstun – etwas altertümlich auch Müßiggang genannt – ist schwer aus der Mode gekommen und scheint so gar nicht zum Zeit- und Lebensgefühl des 21. Jahrhunderts zu passen.

Beim Nichtstun geht es darum keine zielgerichteten Aktivitäten auszuführen und sich entspannt und frei von Pflichten auszuleben (Quelle: Wikipedia).

Klingt herrlich, oder?

Allerdings ist der Müßiggang in der Umgangssprache negativ mit der Idee von Faulheit und Trägheit besetzt.

Für manche Menschen ist das Nichtstun sogar derart unangenehm, dass sie sich lieber selbst leichte Elektroschocks geben, als 15 Minuten nur mit sich und ihren eigenen Gedanke zu verbringen und nichts zu tun. Dies konnte eine Forschergruppe um Timothy Wilson von der University of Virginia in mehreren Versuchsexperimenten nachweisen (Wilson et al., 2014, Science: „Social psychology. Just think: the challenges of the disengaged mind.“).

Mit Dauer-„on“ ins Abseits

Phasen der Entspannung und des Nichtstun werden uns als Luxus verkauft. Dabei kosten sie nichts. Teuer wird es erst, wenn Gesundheit, Kreativität und Produktivität den Bach runter gehen.

Unser Gehirn braucht das Nichtstun. Im Modus des Nichtstuns ist unser Gehirn keinesfalls inaktiv, sondern das sogenannte Default Mode Network (Ruhestandardnetzwerk) ist aktiv. Ähnlich wie im Schlaf wird im diesem „Leerlaufmodus“ das Gesehene, Gehörte und Erlebte verarbeitet.

„Stille ist niemals leer, sie ist voller Antworten.“

Durch das Nichtstun erhalten wir die Kraft, die wir für die unzähligen Herausforderungen des Alltags benötigen. Nach Ruhepausen sind wir leistungsfähiger und kreativer. Nichtstun ist gut für unser Immunsystem sowie für Herz und Kreislauf.

Die Natur macht es uns vor. Ein Apfelbaum trägt nicht ganzjährig knackige Äpfel. Ganz im Gegenteil: im Winter steht er ganz kahl da und es geschieht scheinbar nichts, bevor er dann im Frühjahr wieder in weißer Pracht erblüht.

Wieso sind wir Menschen dann der Meinung es gehe immer weiter, höher, schneller?

Balance als Schlüssel zu mehr Energie und Lebensfreude

Für mehr Energie im Alltag ist es wichtig immer wieder bewusst Auszeittage einzuplanen sowie kleine Auszeiten im Alltag. Ich persönlich trage mir dafür Zeiten in meinen Kalender ein und lege Tage fest, an denen ich keine Termine annehme. Und mit Terminen meine ich dabei auch Verabredungen mit Freunden oder andere „Freizeitaktivitäten“.

Wie oft ist oft genug?

Das hängt ganz von der persönlichen Konstitution und der aktuellen Lebenssituation ab. Höre auf die Signale, die dein Körper dir sendet. Er ist dein engster Vertrauter.

Was hilft beim Nichtstun?

Wenn beim Gedanken ans Nichtstun Widerstände auftreten, dann sind folgende Fakten und Gedanken hilfreich:

 

  • Harte Arbeit korreliert erwiesenermaßen nicht mit Erfolg. Glücklichsein ist hier der Erfolgsmagnet.
  • Man muss nicht alles machen, was das Leben oder der Markt bietet. Sondern es ist hilfreich zu wissen, was einem gut tut.
  • Es ist hilfreicher sich die gelungenen Dinge des Tages vor Augen zu führen anstatt die Defizite.

Wann ist deine nächste Auszeit?

Wenn du noch auf der Suche nach Inspiration für zauberhafte Auszeiten bist, dann schau doch mal bei unserem Allgäu-Retreat vorbei.

Aloha,

deine Ingrid

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